Nordirland

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Nordirland – zurzeit wegen des Brexit in aller Munde. Doch wie sieht es dort eigentlich aus? Wieviel ist von den „Troubles“, dem blutigen Konflikt von 1969 bis 1998, noch erkennbar? Im Mehr-Generationen-Haus Stuhr-Brinkum in der Bremer Str. 9 zeigt Daniela Gräf die Foto-Ausstellung „Nordirland“ – eine Rundreise aus dem Jahr 2017. Auf den 26 Farbbilder sind nicht nur die typischen sattgrünen Landschaften und wilden Küstenabrisse zu sehen, sondern auch zahlreiche Impressionen von Mauern, Zäunen und den sogenannten „murals“, das sind Wandbilder, die die schrecklichen Szenen des Nordirlandkonflikts in lebendiger Erinnerung halten. Vor allem in den großen Städten wie Belfast sind die „Peace Lines“ zur traurigen Touristenattraktion geworden. Peace Lines sind Mauern oder Zäune, manchmal bis zu 12 Metern hoch und mehrere Kilometer lang. Sie trennen die Straßenzüge der meist katholischen Nationalisten von denen der meist protestantischen Unionisten. Die Anwohner lehnen bis heute einen Abriss der Friedenslinien aus Sicherheitsgründen ab. „Ich möchte mit den Bildern keine politische Aussage treffen, sondern zeigen, wie deutlich sichtbar und spürbar der Graben zwischen den Lagern auch in unseren Tagen noch ist“, so Gräf. „Gleichzeitig ist das Land so reich an Naturschönheiten und friedlichen Landschaften.“

Die Ausstellung ist bis zum 31.3.2019 zu den Öffnungszeiten des Hauses von 8.30 bis 17.00 Uhr zu sehen.

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