Gesprächskreis für Bewegungseingeschränkte

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Sicherheit im Alltag

Beim nächsten Gesprächskreis für Bewegungseingeschränkte im Mehr-Generationen-Haus Stuhr Brinkum (MGH) geht es um Sicherheit im Alltag. Zu Gast ist am Donnerstag, 14. August von 15.30 bis 17.00 ein Beamter vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Diepholz.

„Das Thema Sicherheitsgefühl hat uns bei unserem letzten Treffen schon sehr beschäftigt“, berichtet Marita Ledebur, die den Kreis gemeinsam mit Anita Friedl ehrenamtlich moderiert, „wir haben uns daher einen Experten eingeladen. Wir freuen uns auf sein ‚offenes Ohr‘ für unsere Sorgen und Probleme und seine Tipps und Hinweise zur Kriminalitätsprävention.“

Da die Thematik alle angeht, seien diesmal auch Gäste ohne Mobilitätseinschränkungen herzlich willkommen, ergänzt Ledebur. „Von Trickdiebstählen, Enkeltricks und räuberischen Angriffen liest man immer wieder. Wie verhält man sich in diesen Situationen richtig, zumal man als Älterer oder körperlich Beeinträchtigter ein leichteres Opfer ist?“

Ledebur legt Wert darauf, das Thema Sicherheit aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. Neben der Sicht der Polizei auf eine gefühlt steigende Kriminalität ist ihr die Perspektive der Opfer, gerade wenn Sie aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung besonders schutzbedürftig sind, besonders wichtig.

Ledebur weiß wovon sie spricht. Sie ist 64 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und selbst körperlich beeinträchtigt. Bei ihr war es ein Sturz. Es folgten diverse Operationen, über vier Monate war sie an den Rollstuhl gefesselt, jetzt geht es zwar ohne, aber ein Humpeln ist geblieben. Sie moderiert den Gesprächskreis ehrenamtlich gemeinsam mit Anita Friedl, die ebenfalls aus eigener Erfahrung spricht. Sie ist seit 2021 querschnittsgelähmt und sitzt seitdem im Rollstuhl.

Willkommen sind beim Gesprächskreis für Bewegungseingeschränkte alle, deren Beweglichkeit dauerhaft oder für einen längeren Zeitraum eingeschränkt ist, sei es zum Beispiel durch Verletzungen, Gelenkersatz, bei Multipler Sklerose oder nach einer Amputation. Er bietet eine Gelegenheit zum Austausch und zur Unterstützung bei der Bewältigung der Einschränkung. 

Der Kreis trifft sich immer am zweiten Donnerstag im Monat von 15.30 bis 17.00 im Mehr-Generationen-Haus Stuhr-Brinkum in der Bremer Str. 9, das nächste Mal am 14. August. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein Parkplatz ist vorhanden, im Haus helfen ehrenamtliche Mitarbeiter des MGH bei der Mobilität. Nähere Informationen unter Tel. 0421 – 80 60 98 74 oder im MGH-Büro.

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