Crowdfunding für das Reparatur-Café

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Toasterkabel angeschmort, das Radio spielt nicht mehr, Holzeisenbahn kaputt… vielleicht waren Sie damit schon einmal zur kostenlosen Reparatur im Mehr-Generationen-Haus Stuhr-Brinkum in der Bremer Straße 9 (MGH).

Seit fast zehn Jahren helfen dort immer am zweiten Samstag im Monat ehrenamtliche Handwerker denjenigen, die Sorgen mit defekten elektrischen Kleingeräten, mit beschädigtem Spielzeug, kleineren Holzmöbeln oder Ähnlichem haben. Und während die lieb gewonnenen Sachen repariert werden, warten die Gäste bei einer gemütlichen Tasse Kaffee oder einem Klönschnack. „Und sollten wir selbst nicht weiterkommen, können wir Tipps geben, wo ggf. Ersatzteile erhältlich sind, oder ob sich eine Reparatur überhaupt noch lohnt“, so Bernd Wolff, einer der ehrenamtlichen Reparateure. Denn, da sind sich alle Helfer einig, Wegschmeißen muss nicht immer sein.

Zurzeit ist das MGH Corona bedingt geschlossen und somit ruht auch das Reparaturcafé, aber sobald es wieder losgeht, werden auch die Bastler ihre Pforten sofort wieder öffnen.

„Das Reparaturcafé ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden“, erzählt Daniela Gräf, Leiterin des MGHs. „An Gästen und Helfern mangelt es nicht, eng aber wird es mittlerweile mit Werkzeugen. Denn nicht jeder der Ehrenamtlichen hat immer die gerade erforderlichen Gerätschaften dabei. Und wo es an Werkzeug fehlt, entstehen oft unnötige Verzögerungen bei der Reparatur und Gäste müssen länger warten.“ Deshalb wünschen sich die Helfer schon seit Langem einen universellen, gut ausgestatteten Werkzeugkoffer, der im MGH deponiert ist. Außerdem würde ein regelbares Labornetzteil die Fehlerdiagnose bei defekten elektrischen Geräten erheblich erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen.

Aber woher das Geld (ca. 500 €) nehmen? „Manchmal fällt die Hilfe vom Himmel“, freut sich Gräf. „Im Dezember letzten Jahres haben wir gemeinsam mit der AWG Bassum ein Projekt gestartet, bei dem im Wertstoffhof Stuhr / Weyhe in einem Extra-Behälter Kleingeräte gesammelt werden, die zum Wegwerfen zu schade sind. Unsere Reparateure holen diese Dinge nun regelmäßig dort ab, überarbeiten sie und wir geben sie dann an Bedürftige im Umkreis weiter. Bei dieser Gelegenheit hat uns Dominik Albrecht, unser Ansprechpartner bei der AWG, auf ein großartiges Angebot hingewiesen: Über die Crowdfunding-Plattform www.AWG – bewegt.de können wir versuchen, Geld­spenden von Freunden, Unterstützern und Interessierten für unser Reparaturcafé zu sammeln. Das Besondere: Wenn mehr als 90 Prozent der Spendensumme zusammengekommen ist, behält sich die AWG sogar einen Zuschuss vor.“

Und sobald das MGH wieder öffnen darf, könnten die Ehrenamtlichen des Reparatur­cafés ihren Gästen und der Umwelt - ausgestattet mit neuem Equipment – noch schneller und besser helfen.

Wer das Reparaturcafé mit einer Spende unterstützen möchte, kann das gerne tun unter www.awg-bewegt.de

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